Vorsteuerabzugsberechtigung

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Beitrag des Users Lulli

Ein kompliziertes Thema. Wir haben es klar und einfach zusammengefasst.

Bei der Steuererklärung kommt schnell die ein oder andere Frage auf.

In diesem Text erklären wir den Abzug der Vorsteuer genauer und wer dazu berechtigt ist.

Vorsteuerabzugsberechtigt – Wer?

Generell Vorsteuerabzugsberechtigt sind Unternehmer, die sowohl auf ihre Einnahmen als auch auf ihre Ausgaben Mehrwertsteuer berechnen.

Die gezahlte Umsatzsteuer seiner Ausgaben darf er dann von der eingenommenen Umsatzsteuer abziehen.

Die gezahlte Umsatzsteuer bezeichnet man hier als Vorsteuer, und Unternehmen dürfen diese von Einnahmen aus Umsatzsteuer abziehen, sind also demnach vorsteuerabzugsberechtigt.

Beispiel:

Stellt ein Unternehmen für seine Dienstleistung beispielsweise eine Rechnung über 1.000 Euro und berechnet hierbei auch die Mehrwertsteuer (z.B. 19%) so verbucht er hierbei Einnahmen von Mehrwertsteuer von 190 Euro.

Gleichzeitig bezahlt er eine Rechnung von 100 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Hier sind angenommen 19% Mehrwertsteuer enthalten, also 15,97 Euro als Summe (um enthaltene Mehrwertsteuer zu errechnen gilt: Betrag * 19 / 119).

Die gezahlte Mehrwertsteuer kann nun von der eingenommenen Mehrwertsteuer abgezogen werden: 190 Euro -15,97 Euro = 174,03 Euro.

Der Unternehmer muss also nur 174,03 Euro an das Finanzamt bezahlen, anstatt die vollen 190 Euro, da er vorsteuerabzugsberechtigt ist.

Kleinunternehmer

Als Kleinunternehmer fällt man unter die Kleinunternehmerregelung.

Dies bedeutet, dass man keine Mehrwertsteuer auf seine Rechnungen aufschlägt und somit auch nicht Vorsteuerabzugsberechtigt ist.

Die Abrechnung mit dem Finanzamt funktioniert dann wie bei einer Privatperson.

Ausnahmen

Einige Institutionen oder Firmen sind generell von dem Vorsteuerabzug ausgeschlossen.

Beispiele sind hier Banken, Versicherungen und Ärzte.